Bauverein Petrikirche

Bauverein Petrikirche Hannover-Kleefeld e.V.

Dieser Bauverein stellt sich die Aufgabe, die Petri- und Nikodemusgemeinde bei der Instandhaltung und Verschönerung ihrer Kirchen, Anlagen und der Orgeln zu unterstützen und zukünftige Renovierungen zu sichern. Dabei arbeitet er eng mit dem Kirchenvorstand zusammen. War sein Tätigkeitsfeld bisher auf die Petrikirche beschränkt, wird es zukünftig auch auf das Gebiet der früheren Nikodemusgemeinde ausgeweitet. Entsprechende Beschlüsse wurden in der Mitgliederversammlung 2012 gefasst - und damit ein Zeichen für das Zusammenwachsen der kürzlich fusionierten Gemeinden gesetzt.
Darüber hinaus will der Bauverein im Stadtteil Kleefeld ein Forum zur Diskussion von baulichen Aspekten rund um die Kirchen bereitstellen, das dem Bürger Information und Mitwirkung bietet. Zur Erreichung dieser Ziele sammelt der Bauverein durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und weitere Aktionen Geldmittel und setzt sie gezielt für Baumaßnahmen im Umfeld der Kirchen ein.
Durch seine Selbständigkeit will der Bauverein auch jene Mitbürger ansprechen, die nicht Mitglied der Kirchengemeinde sind, sich aber doch nachdrücklich für die Erhaltung der beiden Kirchen einsetzen wollen - denn insbesondere die Petrikirche ist ja auch als Stadtbild prägendes Wahrzeichen zu sehen.
Der Bauverein ist als gemeinnützig anerkannt. Spendenbescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt werden erteilt. 
Kontaktinfos > hier <

Neue Fenster für die Petrikirche

Als in der schrecklichen Bombennacht im Oktober 1943 die Petrikirche in Kleefeld in Schutt und Asche gelegt wurde, gingen auch alle Fenster zu Bruch. Mit dem Wiederaufbau 1953 schlossen neue schlichte Fenster den Kirchenraum gegen die Witterung ab, die teilweise aber bereits 1964 im Langhaus gegen die heutigen sichtbaren, farbigen Gläser ausgetauscht wurden. Die 3 gelb-grünen Fenster im Altarraum gehören aber noch zur Erstausstattung der Erneuerung von 1953.

Nun nach 75 Jahren sollen die Fenster neu gestaltet werden. Darüber haben wir uns im Bauverein der Petrikirche schon lange Gedanken gemacht, da die jetzigen Fenster weder farbich noch gestalterisch mit den übrigen Fenstern im Langhaus harmonieren.

Bis zur Zerstörung 1943 war im mittleren Chorfenster der Namenspatron Petrus neben seinem Fischerkahn dargestellt, wie er mit dem jungen Johannes am See Genezareth dem Rufe Jesu als „Menschenfischer“ folgt. In den darüber liegenden Rosetten waren im mittleren Fenster das Brustbild Jesu, Brot und Wein segnend, abgebildet, während links Martin Luther und rechts Herzog Ernst der Bekenner, der Reformator Südniedersachsens zu sehen waren.

Als erstes hat der Bauverein in der Gemeinde eine Umfrage durchgeführt, um die Meinung der Gemeindemitglieder zu den Fenstern im Altarraum und deren Wünsche zu einer Neugestaltung zu erfahren. Als nächster Schritt wurde ein Gestaltungswettbewerb vorbereitet, in dessen Rahmen mehrere Künstler Entwürfe vorlegen sollen. Dafür wurden in Abstimmung mit dem Kunstreferat der Landeskirche und Vertretern des Kirchenvorstandes inhaltlich und künslerische Leitlinien erarbeitet,die Grundlage für die Arbiet der Künstlerser sein sollten. Auf Basis dieser Unterlagehat der Kirchenvorstand einer späteren Erneuerung zugestimmt, sofern die Finazierung durch den Bauverein über Spenden etc. sichergestellt wird.

Zusammen mit dem Kirchenvorstand hat der Bauverein dann fünf Glaskünstler ausgeählt und aufgefordert, ihre Ideen zur Gestaltung der Gestaltung der Chorfenster zu entwickeln und abzugeben. Diese hatten sie in einem mehrstufigen Verfahrenaus einer Liste von ca. 30. Künstlern ausgsucht, weilsie für die Aufgabe besonders geeignet erschienen:

 

          Felicitas Faessler/Jakob Schreiter, Halle
          Günther Grohs, Wernigerode

          Tobias Kammerer, Rottweil
          Christiane Schwarze-Kalkoff, Halle
         
Marie-Luise Dähne, Berlin

In den Entwürfen sollte die biblische Figur des Petrus eine zentrale Rolle spielen – Petrus, der Patron der Petrikirche, ein Vorbild, das zugleich aber auch sehr menschlich war mit seinem Mut und seiner Angst.

Gestellte Aufgabe an die Künstler war es, die Fenster farbig, aber hell auszubilden und einen Zusammenhang zu vorhandenen Fenstern im Langhaus herzustellen. Wie weit thematisch und figürlich an die früheren Fenster angeknüpft wird oder ein völlig abstrakter Entwurf gestaltet werden sollte, blieb den Künstlern vorbehalten.

Mitte Mai haben die fünf Künstler ihre Entwürfe abgegeben. Am 24. Mai hat die vom Kirchenvorstand beauftragte Jury getagt. In einer vier­stün­digen Sitzung wurden erst alle Entwürfe gemeinsam betrachtet. Es folgten längere Diskussionsrunden, in der alle Mitglieder ihre Position zu den Arbeiten unter den Vorgaben des Wettbewerbs eingebracht haben. In einem dreistufigen Verfahren wurde dann mit großer Mehrheit ein Siegerentwurf gekürt und dem Kirchenvorstand zur Ausführung emp­fohlen.

Der Bauverein wird das Ergebnis im August zuerst dem Kirchen­vorstand vorstellen, danach werden sie der Gemeinde präsentiert. Parallel arbeitet der Bauverein an Möglichkeiten, die erforderlichen Mittel zur Rea­li­sie­rung einzuwerben.

Wir sind dankbar, dass der Wettbewerb durch die Hanns-Lilje-Stiftung in Hannover, das Kunstreferat der Landeskirche sowie eine Einzelspende aus der Gemeinde finanziell ermöglicht wurde. Jetzt sind wir gespannt in der Hoffnung, demnächst wunderschöne neue Fenster im Altarraum der Petrikirche zu sehen. Dazu bedarf es allerdings noch vieler Unterstützer. 

Logos