GESCHICHTE DES KREISES
Vor vielen Jahren hatte der Gemeindebeirat beschlossen, die Wurzeln des christlichen Glaubens im Judentum aufzuspüren. Was bedeutet es für uns und für die Begegnung mit Juden, dass das Alte Testament die Bibel beider Religionen ist, dass Jesus Jude war, der jüdisches Brauchtum gepflegt und jüdisches Gedankengut verkündet hat?
Im Juni 1994 dann gründete Bärbel Zimmer den Gesprächskreis »Christlich-Jüdischer Dialog« in unserer Gemeinde. Von Anfang an bestimmten theologische und historische Themen das Programm. Zunehmend kamen auch Menschen aus anderen Gemeinden. Das 20-jährige Jubiläum wurde festlich gefeiert.
Den jüdischen Festkalender, die Feiern und Riten auf dem jüdischen Lebensweg von der Geburt bis zum Tod lernen wir kennen, theologische, historische, soziale und politische Fragen kommen zur Sprache. Jüdische Literatur und Kultur stehen ständig auf dem Programm. Führungen auf jüdischen Friedhöfen, an historischen Stätten, in Synagogen weiten den Blick auf jüdisches Denken und Fühlen. Und schließlich begleiten wir Menschen jüdischen und christlichen Glaubens durch den Festkreis des Jahres und gestalten den Israelsonntag, den 10. Sonntag nach Trinitatis, in unserer Gemeinde mit.
Der Christlich-Jüdische Dialog versteht sich als offener Kreis. Gäste aus anderen Gemeinden sind herzlich willkommen.
Die Referenten sind Pastoren, Religionslehrer, Vertreter des Vereins »Begegnung Christen – Juden«, Professoren, Mitglieder der jüdischen Gemeinden oder auch Mitglieder des Kreises. Unter dem Thema »SCHALOM« unterstützt der Kreis Friedens- und soziale Projekte in Deutschland und Israel und möchte die Verständigung zwischen Christen und Juden fördern.