Bauverein stellt seine Tätigkeit zum 30.Juni 2024 ein

Bauverein Glockenplanung

Bauverein adé - aber es bleiben viele Zeugnisse seiner Arbeit in unserer Gemeinde sichtbar

Der „Bauverein Petrikirche Kleefeld e.V.“ stellt seine Tätigkeit zum 30. Juni 2024 ein. Was ist geschehen? Eigentlich nichts. Das ist für 2023 wörtlich zu nehmen. Der Bauverein hat mit der Aufstellung der Glocke auf dem Friedhof Nackenberg das wichtigste (und schönste!) Zeugnis seiner Tätigkeit der Kirchengemeinde übergeben. Jetzt ist alles bei Petri und Niko in recht gutem baulichen Zustand.

23 Jahre aktive Tätigkeit im Bauverein haben ihre Spuren hinterlassen. Wir Mitglieder sind nicht jünger, aber deutlich weniger geworden. So haben wir beschlossen, den Verein aufzulösen. Wir erneuern noch die Rundbank um den Baum vor der Kirche und werden sie gern, auch mit Ihnen, für unsere Freizeit nutzen.

Dann können wir auch über die vielen kleineren und größeren Aktivitäten und Anschaffungen unserer Tätigkeit reden und uns an den schönen Narzissen und Scilla freuen, die wir um die Kirche gepflanzt haben. Vielleicht vergessen wir dabei auch den Frust über die Einstellung des Projektes „neue Altarfenster“ für die Petrikirche.

Unser Dank geht an alle Mitglieder und Unterstützer. Wir schließen ein gutes Kapitel ehrenamtlicher Mitarbeit.

Peter Frenkel, Peter Helbich

Neue Fenster für die Petrikirche - eine Stellungnahme des Vorstands des Bauvereins

"Als in der Bombennacht im Oktober 1943 die Petrikirche in Schutt und Asche versank, gingen auch alle Fenster zu Bruch. Mit dem Wiederaufbau 1953 schlossen neue, schliche Fenster den Kirchraum gegen die Witterung ab. Bereits 1964 wurden die Seitenfenster gegen die heutigen farbigen Gläser getauscht. Die drei gelb-grünen Fenster im Altarruam gehören noch zur Ausstattung von 1953.
Nun, nach 75 Jahren, kam die Idee, diese Fenster neu zu gestalten. Darüber haben wir uns im Bauverein Petrikirche schon lange Gedanken gemacht, da die jetzigen Fenster wder farbrlich noch gestalterisch mit den übrigen Fenstern im Langhaus harmonisieren.
Bis zur Zerstörung 1943 war im mittleren Chorfenster der Namenspatron Petrus mit seinem Fischerkahn dargestellt, wie er mit dem jungen Johannes am See Genezareth dem Ruf Jesu zum "Menschfischer" folgt. In den darüber liegenden Rosetten waren im mittleren Fenster das Brustbild Jesu,  Brot und Wein segnend, abgebildet, während links Martin Luther und rechts Herzog Ernst der Bekenner, der Reformator Südniedersachsens, zu sehen waren. Leider sind keine Bilder sondern nur eine Beschreibung überliefert.
Als erstes hat der Bauverein in der Gemeinde eine Umfrage durchgeführt, u
m die Meinung der Gemeindemitglieder zu den Fenstern im Altarraum und die Wünsche zu einer Neugestaltung zu erfahren.
Als nächster Schritt wurde ein Gestaltungswettbewerb vorbereitet, in dessen Rahmen mehrere Künstler Entwürfe vorlegen sollten. Dafür wurden in Abstimmung mit dem Kunstreferat der Landeskirche und Vertretern des Kirchenvorstandes inhaltlich und künstlerische Leitlinien erarbeitet, die Grundlage für die Arbeit der Künstler sein sollten.
Zusammen
mit dem Kirchenvorstand hat der Bauverein dann fünf Glaskünstler ausgewählt und aufgefordert, ihre Ideen zur Gestaltung der Chorfenster zu entwickeln und abzugeben. In den Entwürfen sollte die biblische Figur des Petrus eine zentrale Rolle spielen, das Vorbild, sein Mut, seine Angst, seine Verleugnung. Wie weit thematisch oder figürlich an die früheren Fenster angeknüpft oder ein völlig abstrakter Entwruf gestaltet würde, blieb den Künstlern vorbehalten.
Mitte Mai wurden die fünf Entwürfe eingereicht. Am 24.Mai tagte die vom Kirchenvorstand eingesetzte Jury aus Vertretern der Landeskirche, des Kirchenvorstandes, des Bauvereins und anderer Gemeindemitglieder. Sie kürte einen Siegerentwurf und empfahl ihn zur Realisierung.
Der Bauverein hat dem Kirchenvorstand im August das Ergebnis des Wettbewerbs und die Empfehlung der Jury vorgestellt. Nach intensiver Diskussion entschied sich der KV im September in geheimer Abstimmung mit großer Mehrheit gegen die Realisierung dieses Entwurfs. Der Bauverein ist darüber sehr enttäuscht. Es wurden doch hunderte Arbeitsstunden in die Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs ehrenamtlich aufgewendet.
Wir möchten zu gegebener Zeit die Diskussion mit dem Kirchenvorstand wieder aufnehmen und zu einem Beschluss über die Neugestaltung der Fenster kommen. 
Um die Gemeindemitglieder über die eingereichten Entwürfe und die Entscheidung der Jury zu informieren, werden wir am
26. Mai 2019 und drei folgenden Sonntagen die fünf Entwürfe im Altarraum der Petrikirche im Anschluss an den Gottesdienst präsentieren.
Wir sind dankbar, dass der Wettbewerb durch die Hanns-Lilje-Stiftung in Hannover, das Kunstreferat der Landeskirche sowie eine Einzelspende aus der Gemeinde finanziell ermöglicht wurde."  (Vorstand des Bauvereins Petrikirche)

Der Bauverein und der Kirchenvorstand bedanken sich herzlichst allen Spendern