Christlich-Jüdische Gespräche

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung” – so der große Philosoph Martin Buber. 

Bei unseren Veranstaltungen des Christlich-Jüdischen Dialogs kommt es zu vielfältigen und ganz unterschiedlichen Begegnungen: Begegnungen mit jüdischen Menschen, Festen und Texten. Im Zentrum stehen dabei Entdecken, Hören und Erleben.

Wir treffen uns üblicherweise am 1. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr im Anbau der Petrikirche.
In Zusammenarbeit mit Begegnung – Christen und Juden. Niedersachsen e.V. werden die Veranstaltungen von Pastorin Dr. Ursula Rudnick und Pn.i.R. Marlies Ahlers geplant und durchgeführt. Jeder Abend steht dabei für sich. Schauen Sie gerne vorbei – wir freuen uns auf Sie! Eine Anmeldung ist in der Regel nicht erforderlich.

Dienstag, 3. November

Erinnern – aktuelle Herausforderungen

Dienstag, 1. Dezember

Advent und Chanukka – Eine interreligiöse Begegnung
mit Rabbiner Dr. Gábor Lengyel, Erkan Koc und Prof. Dr. Ursula Rudnick – und Musik

Dienstag, 2. Februar

Jüdische Migration aus der Sowjetunion: Eine Erfolgsgeschichte?
Referentin:
Margarita Souslovic

Am 5. Januar findet kein Treffen statt.

Im Januar und Februar laden wir außerdem ein zu Veranstaltungen (getragen von einer Reihe von Institutionen) zum Thema: 

Antisemitismus heute – Streitfragen in einer verletzlichen Demokratie

Mittwoch, 13. Januar, 18.00 Uhr

Warum ist Antisemitismus so schwer zu erkennen?
Referent:
Prof. Dr. Stefan Müller
Ort: Marktkirche, Hanns-Lilje-Platz

Mittwoch, 20. Januar, 18.00 Uhr

Die Linke und Antisemitismus – Umstrittene Positionen in Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit
Referent: Bodo Ramelow, Ministerpräsident a. D. von Thüringen
Ort: Liberale Jüdische Gemeinde, Fuhsestr. 6

Donnerstag, 04. Februar, 18.00 Uhr

Bedrohte Erinnerung? – Zwischen Schlussstrich-Forderungen und Täter-Opfer-Umkehr
Referent: Prof. Dr. Jens-Christian Wagner
Ort: Tagungshaus der Katholischen Akademie, Platz an der Basilika 3

Mittwoch, 10. Februar, 18.00 Uhr

Streit um die Kunstfreiheit – Antisemitismus im Kulturbetrieb
Referentin: Prof. Dr. Lea Wohl-von Haselberg
Ort: Jüdische Gemeinde Hannover, Haeckelstraße 10

Chr. Jued. Dialog

GESCHICHTE DES KREISES

Vor vielen Jahren hatte der Gemeindebeirat der Nikodemusgemeinde beschlossen, die Wurzeln des christlichen Glaubens im Judentum aufzuspüren. Was bedeutet es für uns und für die Begegnung mit Juden, dass das Alte Testament die Bibel beider Religionen ist, dass Jesus Jude war, der jüdisches Brauchtum gepflegt und jüdisches Gedankengut verkündet hat?

Im Juni 1994 gründete Bärbel Zimmer dann den Gesprächskreis »Christlich-Jüdischer Dialog« in der Nikodemusgemeinde. Von Anfang an bestimmten theologische und historische Themen das Programm. Zunehmend kamen auch Menschen aus anderen Gemeinden. Das 20-jährige Jubiläum wurde festlich gefeiert.

Den jüdischen Festkalender, die Feiern und Riten auf dem jüdischen Lebensweg von der Geburt bis zum Tod lernen wir kennen; theologische, historische, soziale und politische Fragen kommen zur Sprache. Jüdische Literatur und Kultur stehen ständig auf dem Programm. Führungen auf jüdischen Friedhöfen, an historischen Stätten, in Synagogen weiten den Blick auf jüdisches Denken und Fühlen. Und schließlich begleiten wir Menschen jüdischen und christlichen Glaubens durch den Festkreis des Jahres und gestalten den Israelsonntag, den 10. Sonntag nach Trinitatis, in unserer Gemeinde mit.

Der Christlich-Jüdische Dialog versteht sich als offener Kreis. Gäste aus anderen Gemeinden sind herzlich willkommen.

Die Referenten sind Pastoren, Religionslehrer, Vertreter des Vereins »Begegnung Christen – Juden«, Professoren, Mitglieder der jüdischen Gemeinden oder auch Mitglieder des Kreises. Unter dem Thema »SCHALOM« unterstützt der Kreis Friedens- und soziale Projekte in Deutschland und Israel und möchte die Verständigung zwischen Christen und Juden fördern.